Vater Staat hilft beim Sprachen lernen




(djd/pt). Fremdsprachen sind ein wichtiger Bestandteil der beruflichen Qualifikation. Englisch optimieren in Irland, Französisch auffrischen in Kanada oder Spanisch lernen auf Kuba – Intensivkurse in diesen Ländern ermöglichen ein effektives Lernen. Sprachurlaub ist jedoch nicht nur etwas für Schüler. „Der Staat fördert die Weiterbildung von Erwachsenen im Rahmen der Bildungsprämie und übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 Prozent der Kosten“, weiß Beate Fuchs, Bildungsexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Am besten wende man sich an eine der 550 Beratungsstellen im Bundesgebiet. Sie sind Einrichtungen wie beispielsweise Volkshochschulen angegliedert, informieren über die entsprechenden Bedingungen und stellen die sogenannten Prämiengutscheine aus.

Ohne Qualität keine Förderung

Förderanträge können nur von Arbeitnehmern gestellt werden, die das 25. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Bezuschusst werden nur Kurse mit Gruppenunterricht. Außerdem müssen die jeweiligen Kursangebote bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Zu den anerkannten Veranstaltern gehören beispielsweise Mitglieder des Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter e.V. (FDSV) wie etwa Scherer Bildungsreisen. „Wir empfehlen unseren Kunden immer, sich frühzeitig an die Beratungsstellen zu wenden und erst nach Erhalt des Bildungsschecks ihren Sprachurlaub zu buchen“, betont Geschäftsführer Stefan Scherer. Der Vorab-Check auf der Webseite www.sprachurlaub.de helfe dabei, die Chancen auf eine Förderung einzuschätzen.

Von der Sprachschule an den Strand

Im Programm des Bildungsreise-Veranstalters finden sich abwechslungsreiche Kursangebote an attraktiven Reisezielen. Die Partnerschulen liegen meist zentral – und oft ganz nahe am Strand. Zu den Englischkursen auf Malta beispielsweise gehört auch eine große Portion mediterranes Lebensgefühl. Ob Spanisch in Barcelona oder auf Mallorca, Französisch in Paris oder Nizza – Sprachurlauber können immer auch die jeweilige Region und ihre kulturellen Schätze intensiv kennenlernen. Gut zu wissen: Wer seine Fremdsprachenkenntnisse im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit verbessern möchte, kann beim Arbeitgeber einen Antrag auf Bildungsurlaub stellen. Dieser ist gesetzlich – jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – geregelt und beträgt in der Regel fünf Tage pro Jahr.

Fremdsprachen lernen oder auffrischen - das gelingt im jeweiligen Land und im Rahmen eines staatlich geförderten Bildungsurlaubs am besten. Foto: djd/www.sprachurlaub.de/istockphoto - Mosquito
Fremdsprachen lernen oder auffrischen – das gelingt im jeweiligen Land und im Rahmen eines staatlich geförderten Bildungsurlaubs am besten.
Foto: djd/www.sprachurlaub.de/istockphoto – Mosquito

Die Bildungsprämie

(djd). Mit der Bildungsprämie lassen sich die Kosten einer Weiterbildungsmaßnahme wie etwa einem Sprachkurs um bis zu 50 Prozent verringern. Die Bildungsprämie besteht aus dem Prämiengutschein und dem Spargutschein.

Voraussetzungen für den Prämiengutschein:

– vollendetes 25. Lebensjahr
– Wochenarbeitszeit durchschnittlich mindestens 15 Stunden
– jährlich zu versteuerndes Einkommen maximal 20.000 Euro (40.000 Euro bei gemeinsam veranlagten Personen)
– Veranstaltungsgebühr maximal 1.000 Euro (inklusive Mehrwertsteuer)

Spezielle Förderprogramme bieten zudem Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen zu Kriterien und Fristen gibt es unter www.sprachurlaub.de oder unter Telefon 030-54719430.



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