Offensive gegen den Fachkräftemangel




Personaldienstleister setzen auf vielfältige Weiterbildungsangebote

(djd). Der Fachkräftemangel wird zu einem immer größeren Problem in der deutschen Wirtschaft. War das Fehlen qualifizierter Arbeitnehmer früher nur in einigen Sektoren wie dem Maschinenbau oder dem Ingenieurswesen bekannt, so ist heute davon praktisch keine Branche mehr verschont. Fach- und gut ausgebildete Hilfskräfte werden von Industrie-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen über alle Wirtschaftszweige hinweg händeringend gesucht.

Personaldienstleister startet „Bildungsoffensive“

Motivierte und qualifizierte Bewerber haben daher bessere Chancen denn je, eine passende Arbeitsstelle und vielleicht sogar den Traumjob zu finden. Durch eine Fort- und Weiterbildung lassen sich die Chancen am Arbeitsmarkt nochmals deutlich verbessern. Auch Deutschlands Personaldienstleister sehen den Bedarf und die Notwendigkeit zur Qualifizierung von Bewerbern und Mitarbeiter. Das Bielefelder Unternehmen Piening Personal etwa hat nun eine breit angelegte „Bildungsoffensive“ gestartet, an der die über 50 Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet teilnehmen (Adressen und Infos: www.piening-personal.de oder unter der kostenlosen Hotline 0800-2521100).

Personaldienstleister haben die Notwendigkeit zur Weiterbildung ihrer Mitarbeiter erkannt. Im Bild enthält ein erfolgreicher Bewerber die entsprechende Ausbildungsurkunde.
Foto: djd/Piening Personal

Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen

Das Unternehmen bietet Bewerbern und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich gezielt weiterzubilden, um sich so für neue Aufgaben und Anforderungen im Arbeitsmarkt zu qualifizieren. „Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung im Beruf ist heute wichtiger denn je. Wir wollen mit unserer Initiative nicht nur unsere Mitarbeiter fördern, sondern auch Bewerbern die Chance bieten, sich für einen immer anspruchsvolleren Arbeitsmarkt fit zu machen“, erklärt Thomas Voß, Projektleiter Weiterbildung bei Piening Personal.

In Zusammenarbeit mit örtlichen und regionalen Verbänden wie den Handwerkskammern werden unter anderem Fortbildungen im Sanitär-, Heizungs- und Klima-Bereich angeboten. Erlernen kann man dort etwa Kompetenzen in der Rohrverarbeitung oder in Befestigungstechniken. Für den Mitarbeiter bringt eine solche Weiterbildung nicht nur anspruchsvollere Einsätze, sondern häufig auch einen höheren Stundenlohn.

Demografischer Wandel als Ursache für den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel in Deutschland hat vor allem damit zu tun, dass das Erwerbspotenzial – also die Gesamtzahl der Personen, die theoretisch in der Lage sind zu arbeiten – aufgrund des demografischen Wandels bis 2025 um rund 6,5 Millionen Menschen sinken wird. Damit reduziert sich auch die Zahl der Fachkräfte weiter. Bereits heute fehlen beispielsweise 200.000 Ingenieure. Bis zum Jahr 2020 werden es laut Berechnungen des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) bereits 240.000 sein.


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