Ideales Lernfeld




Berufe: Wie Personaldienstleister die Kompetenzen von Zeitarbeitnehmern stärken

(djd). Wer beruflich erfolgreich sein will, muss sich in einer modernen Arbeitswelt ein Leben lang weiterbilden und stets auf dem Laufenden bleiben. Lebenslanges Lernen bedeutet, dass Arbeitnehmern in jeder Phase ihres Berufslebens passende Bildungsangebote gemacht werden sollten, um auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft erfolgreich sein zu können. Gefragt sind dabei nicht nur fachliche, sondern vor allem auch soziale Kompetenzen.

Flexibel auf neue Bedingungen einstellen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verfügen 1,5 Millionen der 25- bis 35-jährigen Bundesbürger über keinen berufsqualifizierenden Abschluss. Viele von ihnen sind in der Zeitarbeit beschäftigt – und diese kann per se schon eine Qualifizierungsmaßnahme sein. „Die vielfältigen Einsätze in den Kundenunternehmen sind gerade für Mitarbeiter ohne entsprechenden Abschluss ein ideales Lernfeld“, betont Claudia Nies, bei Randstad Deutschland unter anderem verantwortlich für Bildungsprojekte. So würden sie über die wechselnden Einsätze immer wieder neue Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen kennenlernen und mit unterschiedlichen Arbeitsmethoden und Aufgabenstellungen vertraut gemacht. Auch das soziale Umfeld, so Nies, sei jedes Mal ein anderes, auf das man sich einstellen müsse.

Wer beruflich erfolgreich sein will, muss sich in einer modernen Arbeitswelt ein Leben lang weiterbilden und stets auf dem Laufenden bleiben. Foto: djd/Randstad Deutschland/thx
Wer beruflich erfolgreich sein will, muss sich in einer modernen Arbeitswelt ein Leben lang weiterbilden und stets auf dem Laufenden bleiben.
Foto: djd/Randstad Deutschland/thx

Pilotprojekt zur „Kompetenzentwicklung“

Speziell an diese Mitarbeiter in der Zeitarbeit, die über keine oder über eine nicht mehr marktgerechte Ausbildung verfügen, richtet sich auch das von der Randstad Stiftung entwickelte Konzept „Lernen im Job“. Es war seinerzeit das erste Projekt zur Kompetenzentwicklung in der Zeitarbeit. Nach Beendigung eines Arbeitseinsatzes werden die neu erworbenen Fähigkeiten des Teilnehmers in einem sogenannten Qualifizierungspass festgehalten. „Dazu müssen zum einen die Kundenunternehmen dem Mitarbeiter die erworbenen Kompetenzen bestätigen, zum anderen dokumentieren aber auch die eingebundenen Personaldienstleister die frisch erworbenen Fähigkeiten wie beispielsweise Soft Skills“, erläutert Claudia Nies. Sobald alle vorgesehenen Qualifikationsbausteine erfüllt sind, können die Teilnehmer einen Abschlusstest vor der IHK oder dem TÜV Rheinland ablegen und im Erfolgsfall ein anerkanntes Zertifikat in Empfang nehmen. Alle Informationen gibt es unter www.randstad-stiftung.de im Internet.

„Lernen im Job“ in vier Qualifikationsrichtungen

(djd). Das von der Randstad Stiftung entwickelte Programm „Lernen im Job“ wird in vier Qualifikationsrichtungen angeboten: Lagerassistenz, Produktionsassistenz, Büroassistenz und Assistenz Dialogmarketing. Die beiden Qualifizierungen Lagerassistent und Produktionsassistent sind bislang die mit Abstand beliebtesten Qualifizierungen. An insgesamt rund 7.500 Mitarbeiter wurden seit Mai 2007 Qualifizierungspässe nach erfolgreicher Teilnahme am Programm „Lernen im Job“ ausgegeben.


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