Doppelter Gewinn Begegnung ist der Schlüssel zur Inklusion



akz-o Martina Holstein zögerte nicht lange, als ihr die Einladung zum Besuch der integrativen Kindertagesstätte St. Antonius ins Haus flatterte. Die 50-Jährige bekam die Offerte von der Aktion Mensch. Bei der Soziallotterie hat sie seit langem ein Los. Nun hat sie zudem in doppelten Sinn gewonnen. Zum einem brachte ihr das Glücks-Los eine Bahn-Card 100 und damit die Möglichkeit, durch Deutschland zu reisen. „Einfach rein und los – das finde ich schon toll“, sagt die Gewinnerin, die erst mal an ein Werbeschreiben gedacht hatte. „Meine Kinder haben mir dann erklärt, was ich gewonnen habe. Da war ich von den Socken.“ Zum anderen folgte die Einladung zu dem Besuch eines Förderprojekts. In der Kita St. Antonius in Bedburg wartete man schon auf sie. „Ich wurde sehr herzlich begrüßt“. In dem Kindergarten spielen und lernen rund 50 Kinder mit und ohne Behinderung miteinander. „Es war interessant zu sehen, wohin auch mein Geld fließt“, sagt Martina Holstein. Denn mit den Mitteln aus der Lotterie fördert die Aktion Mensch bis zu 1000 Projekte im Monat.

Lotterieteilnehmerin trifft Förderprojekt – Kita St. Antonius in Bedburg-West. Foto: Aktion Mensch e.V./akz-o
Lotterieteilnehmerin trifft Förderprojekt – Kita St. Antonius in Bedburg-West. Foto: Aktion Mensch e.V./akz-o

Um einige schöne Erfahrungen reicher ist die Verwaltungsangestellte einer Gärtnerei – welche im Übrigen auch Menschen mit Behinderung beschäftigt – nach dem Tag mit Spiel und Spaß in Bedburg. Sie hat an diesem Tag selbstverständlich das gemacht, wofür die übergroße Mehrheit der Bundesbürger einsteht. Denn 93 Prozent wollen ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Doch nur ein Drittel der Menschen ohne Behinderung hat im Beruflichen oder Privaten regelmäßig Kontakt zu Menschen mit Behinderung.

„Die inklusive Gesellschaft ist bisher eine Vision, von der die Wirklichkeit noch weit entfernt ist. Im Alltag begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung viel zu selten, sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. Diese wirbt daher unter dem Motto „ Wer Begegnung will, muss Begegnung schaffen“, für mehr Möglichkeiten von persönlichem Zusammentreffen. Ob in Schulen oder Kindertagesstätten, beim Sport oder zu Kunst und Kultur – auf vielen Gebieten gibt es Möglichkeiten inklusiver Begegnungen. In der aktuellen Begegnungskampagne lässt die Soziallotterie Menschen mit und ohne Behinderung als Kollegen, Freunde oder Partner zu Wort kommen. Welche Bereicherung inklusives Miteinander auf Augenhöhe darstellt, zeigt sich in den zahlreichen Förderprojekten der Aktion Mensch. Deren Erfolg ist nur durch das Engagement ihrer 4,6 Millionen Lotterieteilnehmer möglich.



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