Die Qual der Wahl



djd Thementipp „Wintersemester beginnt“

(djd). Im Oktober startet an den meisten deutschen Universitäten, Fachhochschulen und privaten Hochschulen das Wintersemester. Wer heute ein Studium beginnen will, hat die Qual der Wahl, ihr oder ihm stehen inzwischen weit mehr als 16.000 Möglichkeiten zur Verfügung. So viele Studiengänge zählte die Hochschulrektorenkonferenz vor einiger Zeit in einer Übersicht. Für viele Abiturienten wird die Entscheidung angesichts dieser unüberschaubaren Zahl an Optionen wohl wirklich zur Qual. Unser Special stellt deshalb einige interessante Studiengänge vor, befasst sich zudem mit neuen MBA-Angeboten und hat zum Abschluss noch ein paar Tipps zum Versicherungsschutz von Studenten.

Würzburg: Karrieresprungbrett E-Commerce

Der E-Commerce-Markt wächst weiter – akuter Mangel herrscht dagegen an qualifizierten Fachleuten. Ein Sprungbrett in die Karriere stellen spezielle Studiengänge dar, die auf Tätigkeiten in diesem Zukunftsmarkt vorbereiten.
Das Online-Handwerk kann man beispielsweise an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) erlernen. Der eigenständige Studiengang E-Commerce führt in sieben Semestern Vollzeitstudium zum Abschluss „Bachelor of Science“. Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester, Voraussetzung ist die Fachhochschul- oder Hochschulreife. Bestandteil ist ein Praxissemester, in dem man das Wissen bei namhaften Unternehmen anwenden und ausbauen kann. Informationen: www.welearn.de.

Der Handel im Internet boomt - qualifizierte Fachleute für den E-Commerce werden daher von der Wirtschaft händeringend gesucht. Foto: djd/Hotspot Verlag/Financial Times photos
Der Handel im Internet boomt – qualifizierte Fachleute für den E-Commerce werden daher von der Wirtschaft händeringend gesucht.
Foto: djd/Hotspot Verlag/Financial Times photos

Flensburg: Masterstudiengang Werbefilm

Die Dauerpräsenz von Werbung im modernen Alltag führt dazu, dass Berufe in dieser Branche auf den Nachwuchs einen großen Reiz ausüben. Werbeagenturen registrieren unzählige Anfragen nach Praktikumsplätzen, auf freie Stellen gibt es ein Vielfaches an Bewerbern. Die Fachhochschule Flensburg hat auf die neuen Anforderungen der Werbebranche reagiert und mit dem Masterstudiengang Werbefilm ein ganz neues Angebot im Programm. Das interdisziplinäre Studium behandelt aktuelle wirtschaftliche, gestalterische und gesellschaftliche Aspekte der visuellen Kommunikation. Informationen: mi.fh-flensburg.de/master.

Duales Studium im Bankwesen

Das immer beliebter werdende Duale Studium ist auch im deutschen Bankwesen bereits weit verbreitet. Angeboten wird es etwa von den genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken mit ihren knapp 160.000 Mitarbeitern. In den Banken lernen die Studierenden analog zur klassischen Ausbildung zur Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann die Kundenberatung in der Filiale kennen. Sie arbeiten außerdem in verschiedenen zentralen Abteilungen, zum Beispiel der Kreditabteilung, dem Marketing oder dem Controlling. Parallel dazu absolvieren sie an der Dualen Hochschule, Berufsakademie, Hochschule oder Fachhochschule in der Regel ein betriebswirtschaftliches Grundstudium mit anschließender Spezialisierung. Bewerben für ein Duales Studium sollte man sich im Übrigen etwa anderthalb Jahre vor Beginn der Ausbildung bei der gewünschten Bank. Informationen: www.vr.de/karriere.

Studienangebote im Zukunftsmarkt Fitness und Gesundheit

Prävention und Gesundheit sind Themen mit Zukunft: Die Menschen werden immer älter, arbeiten länger und wollen zugleich fit und leistungsfähig bleiben. Durch den Fachkräftemangel ist Gesunderhaltung auch ein wichtiges Thema für Unternehmen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bereichen Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit sind vielfältig und werden sich stetig weiterentwickeln. Studienangebote für Leitungsfunktionen im Zukunftsmarkt bietet die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) an bundesweiten Studienzentren. Das duale Bachelor-Studium verbindet ein Fernstudium und kompakte Präsenzphasen mit einer betrieblichen Ausbildung. Informationen: www.dhfpg.de.

Hamburg: Berufsbegleitende Masterstudiengänge

Immer mehr Hochschulen bieten berufsbegleitende Studiengänge an, mit denen man seine Kompetenzen erweitern kann. Wer mit einem MBA-Studium der Karriere auf die Sprünge helfen will, muss dafür meist viel Zeit und Geld investieren. An einzelnen Hochschulen gibt es kostengünstigere und weniger zeitintensive Alternativen. Die Nordakademie Graduate School mit ihrem attraktiven Standort im Hamburger Dockland etwa bietet ab April 2016 drei neue berufsbegleitende Masterstudiengänge an: Logistik, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie. Alle Studiengänge dauern 24 Monate und kosten 8.900 Euro, Bewerbungen sind jederzeit möglich. Informationen: www.nordakademie-gs.de.

Neues MBA-Modell: Das Studium individuell zusammenstellen

Mit den Anforderungen an Führungskräfte haben sich auch die Ansprüche an die Manager-Ausbildung gewandelt. Die Steinbeis School of Management and Innovation hat dieser Entwicklung Rechnung getragen und ein völlig neues Curriculum für das sogenannte Executive MBA-Programm entwickelt. Die Teilnehmer sollen sämtliche Management-Techniken und Unternehmensführungskonzepte versiert beherrschen – von der Strategie über Marketing und Organisation bis hin zum modernen Controlling. Vor allem aber hat man nun die Möglichkeit, sich – wie in einem Baukastensystem – den ganz persönlichen MBA zusammenzustellen. Zur Auswahl stehen über 50 unterschiedliche Seminare aus den Bereichen „Management und Innovation“, „Marketing Management“ und „Medien Management“. Informationen: www.steinbeis-smi.de/mba.

Eigene Wohnung, eigene Versicherungen

Verlässt der Nachwuchs beispielsweise zum Studieren das Elternhaus, dann entsteht mit der ersten eigenen Wohnung auch Bedarf an eigenen Versicherungen. Die Absicherung des Hausrats ist empfehlenswert. Schließlich werden viele Sachen eigens für den ersten Hausstand angeschafft. Dr. Jan-Peter Horst, Leiter Produktmanagement Haftpflicht/Unfall/Sachversicherungen bei der HDI Versicherung AG: „Wer einen eigenen Hausstand gründet, benötigt auch eine eigene Hausratversicherung. Zieht das Kind während der Ausbildung aus dem Elternhaus in eine WG, besteht häufig über die sogenannte Außenversicherung noch Schutz über die Hausratversicherung der Eltern.“ Ebenso wichtig ist die Privat-Haftpflichtversicherung. Dr. Horst: „Wer sich in der Erstausbildung befindet und ledig ist, hat in der Regel auch nach dem Auszug Versicherungsschutz über den Vertrag der Eltern.“ Im Zweifel sollte in Sachen Mitversicherung Rücksprache mit dem Versicherer gehalten werden.



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