Chancen für technikbegeisterte Frauen




Karriere: Der Anteil weiblicher IT-ler ist noch immer sehr niedrig

(djd). Frauen haben in der IT-Branche unverändert einen Exotenstatus. Einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom zufolge lag der Anteil der IT-Fachfrauen in 700 befragten IT-Unternehmen im Jahr 2012 bei etwa 15 Prozent. Und trotz ausgezeichneter Karrierechancen lässt auch der weibliche Nachwuchs auf sich warten: Von den knapp 50.900 deutschen IT-Erstsemestern war 2012 gerade einmal jeder Fünfte (22,5 Prozent) eine Frau.

Unbegründete Skepsis

Tatsächlich trauen sich nur wenige Frauen das Studium von algorithmischen Graphen und Rechnernetzen zu. Dabei sei die Skepsis völlig unbegründet, sagt Andrea Hoppe. Sie hat nach einer Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau den Quereinstieg in die IT gewagt und geschafft: „Ich habe mich bereits früh für IT interessiert und an ersten Websites und Basic-Programmen versucht“, betont die 45-Jährige. Über verschiedene Fortbildungen erwarb sie die notwendigen IT-Grundkenntnisse. Der Rest war nach den Worten Hoppes Learning by Doing. Zehn Jahre lang war sie dann selbstständige IT-Beraterin. Heute arbeitet Hoppe als IT-Technikerin beim Personaldienstleister Randstad Professionals in Berlin.

Trotz ausgezeichneter Karrierechancen machen die meisten Frauen um die IT-Branche einen großen Bogen: Ihr Anteil in den entsprechenden Unternehmen lag zuletzt bei gerade einmal 15 Prozent. djd/Randstad Professionals/thx
Trotz ausgezeichneter Karrierechancen machen die meisten Frauen um die IT-Branche einen großen Bogen: Ihr Anteil in den entsprechenden Unternehmen lag zuletzt bei gerade einmal 15 Prozent.
djd/Randstad Professionals/thx

Jobchancen erkennen

Ruth Heinkelmann ist Business Unit Managerin IT bei diesem High-End-Personaldienstleister. Sie weiß, dass sich eine berufliche Neuorientierung oftmals auszahlt: „Die Anzahl an benötigten Fachleuten in der IT steigt stetig an, während die Verfügbarkeit von entsprechend qualifizierten Menschen abnimmt.“ Aktuell seien allein im IT-Bereich ihres eigenen Unternehmens bundesweit rund 360 offene Stellen zu besetzen. Gesucht würden sowohl erfahrene Spezialisten als auch Bewerber, die ihr Know-how noch weiter ausbauen möchten. Insgesamt, so Heinkelmann, seien die Chancen für Frauen in der IT-Branche derzeit sehr gut: „Unternehmen setzten in den vergangenen Jahren zunehmend auf weibliche IT-Fachkräfte. Neben dem großen fachlichen Potenzial punkten Frauen besonders durch stark ausgeprägte Social Skills, vor allem im kommunikativen Bereich.“ Das mache sich sowohl in der Zusammenarbeit mit den Kollegen als auch im direkten Kundenkontakt bezahlt.

Passgenauer Job

(djd). Personaldienstleister für Hochqualifizierte wie etwa Randstad Professionals legen großen Wert darauf, Bewerber passgenau in neue Jobs zu vermitteln. „Wir führen mit jedem Interessenten ein ausführliches Kennenlerngespräch. So sprechen wir neben dem Fachlichen auch über die beruflichen Wünsche“, sagt Ruth Heinkelmann, Business Unit Managerin IT. Erst wenn diese bekannt seien, könne man auch die geeignete Stelle finden. Gerade für Quereinsteiger sei die Personaldienstleistung die ideale Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln und das Know-how auszubauen.



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