Automatisch gute Berufsperspektiven




Junger Ausbildungsberuf mit Zukunft: Automatenfachmann und -fachfrau

(djd). Mal eben eine Fahrkarte kaufen, das Parkticket bezahlen oder sich eine kühle Erfrischung ziehen: Automaten sind in unserem Leben so präsent, dass man sie gar nicht mehr bewusst wahrnimmt – es sei denn, sie streiken einmal. Damit es nicht so weit kommt, kümmern sich Automatenfachleute um die Wartung der Technik. Und davon ist in den Gehäusen viel mehr verborgen, als man auf den ersten Blick ahnen würde. Weil umfassendes Wissen gefragt ist, wurde im Jahr 2008 ein eigener Ausbildungsweg ins Leben gerufen.

Spaß an Technik

Der noch junge, technische Beruf Automatenfachmann/-fachfrau ist in vielen Betrieben eindeutig männerdominiert. Umso willkommener sind Bewerberinnen. So wie Lisa Bartels, die sich bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG bereits im zweiten von drei Lehrjahren befindet. „Meine Mutter arbeitet im Automatenbereich, allerdings in einem anderen Unternehmen. Dort machte ich ein Praktikum und fand sofort Spaß an der Tätigkeit“, berichtet die 19-Jährige. Da sie sich ohnehin schon immer für Technik begeisterte, war die Bewerbung für sie eine logische Konsequenz. „Ich habe schnell die Zusage bekommen und fühle mich in diesem Beruf sehr wohl.“ Die Fachleute eignen sich in der Ausbildung vielfältiges Wissen an, denn hinter der Automatentür steckt geballte Technik. Mechanik, Elektronik, die Programmierung des Automaten mit dem Notebook – all das gehört zum Arbeitsalltag dazu.

Lisa Bartels absolviert die dreijährige Berufsausbildung zur Automatenfachfrau. Links im Bild: Ausbildungsleiter Bernhard Nowitzki. Foto: djd/Coca-Cola
Lisa Bartels absolviert die dreijährige Berufsausbildung zur Automatenfachfrau. Links im Bild: Ausbildungsleiter Bernhard Nowitzki.
Foto: djd/Coca-Cola

Gute Aussichten

Technisches Geschick sowie gute mathematische und physikalische Kenntnisse zählen daher zu den Voraussetzungen für Bewerber, berichtet Bernhard Nowitzki, Ausbildungsleiter in der Automatenwerkstatt von Coca-Cola im westfälischen Hamm. Bewerber sollten zudem einen guten Hauptschulabschluss vorweisen können. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind nach seiner Erfahrung ebenso gut wie die anschließenden Berufsperspektiven. „Da die Zahl der Automatengeräte weiterhin wachsen wird, nimmt auch der Bedarf an spezialisierten Technikern zu.“ Für Lisa Bartels jedenfalls steht fest: „Ich möchte auch nach der Ausbildung weiter in der Werkstatt von Coca-Cola arbeiten.“

In zwei Stufen zum Abschluss

(djd). Wer Automatenfachmann oder -fachfrau werden möchte, kann eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Bereits nach zwei Jahren hat man einen Abschluss als Servicekraft und kann sich im dritten Jahr spezialisieren, zum Beispiel zum Servicetechniker. Die Ausbildung verbindet die Praxis im Betrieb mit der nötigen Theorie. In Berlin, Duisburg und Dachau bieten Berufsschulen spezielle Kurse an. Die Aussichten sind gut. So wird bei Coca-Cola jeder, der die Ausbildung abschließt, garantiert für ein Jahr in eine Festanstellung übernommen, 40 Prozent davon sogar unbefristet.


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